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Die Spendengeschichte

Keiner von uns Dorfbewohnern könnte sich vorstellen, dass dort, wo jetzt noch unsere schöne Kirche steht, dass dort irgendwann einmal nichts mehr stehen würde, oder höchstens eine alte, zerfallene Ruine, die an eine, an unsere Kirche erinnert.
So soll es nicht kommen,
darin sind sich gläubige und nichtgläubige Einwohner einig. Und dem entsprechend setzt sich auch die ganze Gemeinde für die Erhaltung der Kirche ein.

Im Winter 2005/2006 kam mir die Idee, dass wenn 250 000 Menschen einen Euro geben würden, wir dann einen großen Teil des erforderlichen Geldes zusammen hätten und die Sanierung in großen Schritten beginnen könnte.

Eine Idee ist aber auch erst einmal nur eine Idee. Wie erreiche ich 250 000 Menschen?

Freunden und Bekannten erzählte ich davon, unseren ehemaligen Zeichenlehrer bat ich um eine Zeichnung vom Kirchturm und um eine gute Schrift zum Aufruf selber, die Diakonie bat ich um das Zusenden von Spendenkisten, ein Fotograf machte Aufnahmen von unserer Kirche. All diese Dinge trug ich zusammen und bat eine liebe Freundin, aus all den gesammelten Werken eine Banderole für die Spendenkisten zu entwerfen. Die Banderole war fertig, die Kisten wurden erst von mir, dann von 1,50-Kräften geklebt. Es war kalt im Winter 2005/2006, und so war das für diese Leute eine schöne Beschäftigung im geheizten Pfarrhaus, statt draußen Holz zu sägen und zu hacken.

Jetzt kam das Verteilen. Jedem Haushalt unserer Gemeinde bot ich eine Spendenkiste an, und Vielen war es fast selbstverständlich, sie abzunehmen und im Haushalt aufzustellen.

Geschäftsleute des Dorfes nahmen auch zwei Spendenkisten ab, und jeder entwickelte jetzt seine eigene Strategie, um Menschen zu erreichen, die einen Euro hinein taten.

Am 24. September 2006 sollte die Aktion beendet werden. Am Erntedanktag sollten alle hundert Spendenkisten ausgezählt werden. 7777,77 Euro wurden nach einem Dankgottesdienst gezählt.

Ich glaubte, die Aktion sei abgeschlossen. Aber nein, jetzt schien es erst richtig loszugehen.

Einige erbaten sich eine neue Spendenkiste und sammeln weiter.

Inzwischen hatte die FAZ einen relativ traurigen Artikel über unsere Region geschrieben, und darauf reagierten Menschen in Deutschland, meldeten sich und ließen uns Spenden zukommen.

Ein Weingut bot Hilfe an. Wir bekamen eine Sonderabfüllung verschiedener Weinsorten. Selber entwarfen wir Etiketten, natürlich wieder mit unserem Kirchturm drauf, verkauften die Flaschen. Im Dezember 2006 gingen weitere Spendengelder auf unserem Spendenkonto ein.

Ende Januar 2007 waren wir mit unserer Kirche in der Fernsehsendung der ARD "Ende der Gemütlichkeit" zu sehen und zu hören. Darauf gab es viele Reaktionen, erst deutschlandweit und dann über unsere Landesgrenzen hinaus.

Aus der Schweiz erreichte uns ein Brief, eine "anonyme" Spende befand sich im Umschlag.

Der Förderkreis Alte Kirchen Berlin Brandenburg machte unsere Kirche in Ogrosen zur Dorfkirche des Monats Februar 2007, wir waren für eine Woche im Internet.

Daraufhin bekamen wir Post aus England, ein Herr schickte ein Bild und bot Hilfe für unsere Kirche an, indem weitere Bilder versteigert würden.

Aus den Altbundesländern boten Menschen ihre Hilfe an, sie sammeln in ihren Gemeinden für unsere Kirche.

Am 10.01.2007 haben wir das Sanierungskonzept für unsere Kirche in Auftrag gegeben.

Im April schickte das Ingenieurbüro das erstellte Sanierungskonzept, welches sich spannend wie ein guter Kriminalroman liest.

Auf dem Weg bis hierher haben wir mit der Hilfe vieler Menschen und vieler anderer Aktivitäten wie der Veranstaltung von Konzerten, Mittelalterfesten, Ausstellungen 32320,09 Euro zusammengetragen.

Lanzettfenster   Turm   Nordseite Turm   Rundfenster   Westseite