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Gott spricht: meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll das Zeichen des Bundes zwischen mir und der Erde sein. Und wenn es kommt, dass ich Wetterwolken über die Erde führe, soll man meinen Bogen sehen in den Wolken. Dann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier. 1.Mose 9, 1314

Gottes Zeichen in Ogrosen


Wer die Kirche in Ogrosen betritt, bekommt zunächst wahrscheinlich einen Schreck: Der Putz bröckelt, die Farben sind abgeblättert, alles ist grau und verfallen. Und trotzdem fasziniert sie, diese Kirche. Denn all das Grau kann nicht die Schönheit und die Schätze dieses besonderen Ortes verdecken. Und das ist nicht alles. Die Kirche lebt, auch wenn man auf den ersten Blick meinen könnte, dass sie in den letzten Zügen liegt. Die Menschen in Ogrosen haben Hoffnung. Viele von ihnen treffen sich hier regelmäßíg zu Gebet und Gottesdienst, zu Konzerten und besonderen Veranstaltungen. Wenn man sie fragt, wie es um ihre Kirche steht, wird man erstaunliche Antworten bekommen. Denn in Ogrosen bewegt sich was. Und das ist etwas, was Menschen allein nicht machen können. Gott hat hier etwas in Bewegung gebracht. Er hat Zeichen gesetzt.

Gott setzt Zeichen in unserem Leben. Und meistens dort, wo wir sie am wenigsten erwarten: wo es anscheinend hoffnungslos ist, wo es keine Aussicht auf Besserung gibt, wo menschliche Kräfte am Ende sind. Gottes Möglichkeiten sind dort noch lange nicht am Ende.

Der Regenbogen ist eines der schönsten Zeichen Gottes. Nach der Sintflut setzte ER ihn in die Wolken, um seinen Bund mit den Menschen zu besiegeln. Und bis heute erscheint er nach einem Regen in den Wolken und erinnert uns an Gottes Treue. Der Regenbogen verbindet Himmel und Erde. Er zeigt uns mitten in den dunkelsten Wolken unseres Lebens: Gott ist treu. Er hat uns nicht vergessen. Dieses Zeichen will unsere Gedanken vom Sorgen weg und hin zum Vertrauen auf Gott lenken. Der Regenbogen über Ogrosen erinnert uns daran, dass Gott mit seiner Kirche und mit unserem Leben etwas vorhat. So wie damals mit Noah nach der Sintflut.

Der Regenbogen ist aber auch ein Zeichen für Vielfalt und Verschiedenheit. Er ist so bunt wie die Welt und wie die Menschen, die in ihr leben. Bunt und vielfältig soll auch unsere Kirche sein: offen für alle, die auf der Suche sind nach den Zeichen Gottes in ihrem Leben. Möge die Kirche in Ogrosen ein Ort für viele verschiedene Menschen sein und werden. Mögen sie hier erfahren: Gott ist treu und gedenkt seines Bundes.

Bettina Jordanov

Pfarrerin